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Lohnangabe im Inserat: ja oder nein?

In der Schweiz gibt es keine Pflicht, den Lohn im Stelleninserat zu nennen – der Trend geht aber klar Richtung Transparenz. Umfragen zeigen seit Jahren: Inserate mit Lohnangabe erhalten mehr und passendere Bewerbungen, weil niemand Zeit in einen Prozess investieren will, der am Ende an der Lohnfrage scheitert. Gerade in Berufen mit Fachkräftemangel kann eine transparente Angabe der entscheidende Vorteil gegenüber Mitbewerbern sein, die zum Lohn schweigen.

Wer den exakten Lohn nicht nennen will, fährt mit einem Lohnband gut: «CHF 75 000 bis 85 000 je nach Erfahrung» steckt den Rahmen ab und lässt Spielraum für die Verhandlung. Orientieren Sie sich an branchenüblichen Ansätzen, Gesamtarbeitsverträgen oder den Lohnrechnern von Bund und Verbänden. Wichtig ist die interne Konsistenz: Das kommunizierte Band muss zu den Löhnen bestehender Mitarbeitender passen, sonst schaffen Sie Unruhe im eigenen Team.

Verzichten Sie auf die Angabe, sollten Sie die Lohnfrage früh im Prozess aktiv ansprechen – spätestens im ersten Gespräch. So vermeiden beide Seiten unnötige Schlaufen. Fragen Bewerbende nach dem Lohn, ist das kein Zeichen mangelnder Motivation, sondern professionell. Bedenken Sie zudem: Auf Bewertungs- und Lohnplattformen sind viele Löhne ohnehin öffentlich einsehbar. Ein offener Umgang mit dem Thema wirkt zeitgemäss und stärkt Ihre Arbeitgebermarke nachhaltig.

Rechtliche Basics: diskriminierungsfrei ausschreiben

Stelleninserate müssen in der Schweiz diskriminierungsfrei formuliert sein. Das Gleichstellungsgesetz verbietet, Personen aufgrund des Geschlechts direkt oder indirekt zu benachteiligen – das beginnt bereits bei der Ausschreibung. Formulieren Sie deshalb geschlechtsneutral, etwa «Polymechaniker/in» oder «Fachperson Betreuung (w/m/d)». Auch Anforderungen, die ein Geschlecht faktisch ausschliessen, ohne für die Stelle nötig zu sein, sind heikel. Neutrale Formulierungen sind längst Standard und erweitern ganz nebenbei Ihren Bewerberkreis.

Vorsicht auch bei Alter, Herkunft und Lebenssituation: Formulierungen wie «junges, dynamisches Team sucht Verstärkung bis 30» oder «Schweizer Bewerber bevorzugt» sind rechtlich problematisch und wirken abschreckend. Fragen Sie sich bei jedem Kriterium, ob es für die Aufgabe wirklich erforderlich ist. Sprachkenntnisse dürfen Sie verlangen, wenn die Tätigkeit sie erfordert – pauschale Einschränkungen ohne sachlichen Grund hingegen schaden Ihrem Ruf und können Ansprüche der abgewiesenen Person begründen.

Seriosität zahlt sich aus: Nennen Sie den Arbeitgeber oder zumindest die Branche transparent, beschreiben Sie die tatsächliche Stelle und keine Lockangebote. Behandeln Sie Bewerbungsunterlagen vertraulich und nur im Rahmen des Bewerbungsprozesses – das verlangt das Datenschutzgesetz. Löschen oder retournieren Sie Dossiers nach Abschluss des Verfahrens, sofern keine Einwilligung für die Aufbewahrung vorliegt. Wer korrekt ausschreibt und sorgfältig mit Daten umgeht, gewinnt Vertrauen – die Basis jeder erfolgreichen Anstellung.

Bewerbungen effizient sichten und wertschätzend beantworten

Definieren Sie vor dem Sichten drei bis fünf Kernkriterien und prüfen Sie jedes Dossier zuerst nur daran. So bleiben Sie fair und schnell, statt sich in Details zu verlieren. Bestätigen Sie jeden Eingang kurz – idealerweise am selben Tag – und nennen Sie einen realistischen Zeitrahmen für den Entscheid. Wer wochenlang nichts hört, bewirbt sich weiter und ist oft schon weg, wenn Sie sich endlich melden. Tempo ist im heutigen Arbeitsmarkt ein echter Wettbewerbsvorteil.

Laden Sie vielversprechende Personen rasch zu einem kurzen Telefonat ein, bevor Sie ein langes Gespräch ansetzen. Fünfzehn Minuten klären oft mehr als drei E-Mail-Runden: Lohnvorstellung, Kündigungsfrist, Motivation. Halten Sie den Prozess schlank – zwei Gesprächsrunden genügen für die meisten Stellen. Informieren Sie alle Beteiligten nach jedem Schritt über den Stand. Ein transparenter, zügiger Ablauf hinterlässt selbst bei einer Absage einen guten Eindruck von Ihrem Betrieb.

Absagen gehören dazu – entscheidend ist das Wie. Bedanken Sie sich für das Interesse, sagen Sie zeitnah ab und bleiben Sie respektvoll im Ton. Eine kurze, ehrliche Begründung ist kein Muss, wird aber geschätzt; auf heikle Details dürfen Sie verzichten. Denken Sie daran: Abgelehnte Bewerbende sind mögliche Kunden, künftige Kandidaten oder Multiplikatoren in Ihrer Region. Eine wertschätzende Absage kostet zwei Minuten und schützt Ihren Ruf als Arbeitgeber langfristig.

Kleine Betriebe: online ausschreiben und regional gefunden werden

Auch als KMU, Werkstatt, Praxis oder Gastrobetrieb kommen Sie an der Online-Ausschreibung nicht vorbei: Stellensuchende beginnen ihre Suche heute fast ausnahmslos im Internet und filtern nach Region, Pensum und Beruf. Der Aushang im Schaufenster erreicht nur, wer zufällig vorbeiläuft. Ein gepflegtes Online-Inserat dagegen ist rund um die Uhr auffindbar – auch für Personen, die nicht aktiv suchen, aber bei der passenden Gelegenheit durchaus wechseln würden.

Für die meisten Stellen in Handwerk, Pflege, Verkauf oder Gastronomie ist die Region der entscheidende Faktor: Wer in der Nähe wohnt, bleibt länger und fällt seltener aus. Dank PLZ-Umkreissuche erreichen Sie auf gratis-job-inserate.ch gezielt Personen aus Ihrem Einzugsgebiet – ohne Streuverlust über die ganze Schweiz. Nennen Sie den Arbeitsort deshalb präzise im Inserat, damit es in den regionalen Suchresultaten und Suchabos Ihrer künftigen Mitarbeitenden erscheint.

Grosse Stellenportale verlangen schnell mehrere Hundert Franken pro Inserat – für kleine Betriebe mit gelegentlichem Bedarf kaum verhältnismässig. Auf gratis-job-inserate.ch schalten Sie Stelleninserate kostenlos und ohne Provision; Bewerbungen erreichen Sie direkt, ohne Zwischenhändler. Investieren Sie die gesparten Kosten lieber in ein gutes Inserat: aussagekräftiger Titel, ehrliche Aufgabenbeschreibung, Foto vom Team oder Betrieb. So punkten Sie mit Persönlichkeit – dem grössten Trumpf kleiner Arbeitgeber gegenüber anonymen Konzernen.

Häufige Fragen

Was kostet das Inserieren auf gratis-job-inserate.ch?

Nichts. Das Aufgeben ist komplett gratis. Nur die Hervorhebung (Top-Listing) ist optional und kostenpflichtig.

Wie schnell ist mein Inserat online?

Nach dem Erfassen und einer einmaligen E-Mail-Bestätigung ist dein Inserat sofort sichtbar – meist in 2 Minuten.

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